Politischer Aschermittwoch: SPD steht für soziale Gerechtigkeit

Ortsverein

v.l.n.r.: C. Scholz, G. Liedl-Volz, T. Kelichhaus, T. Beyer, U. Straka, H. Huber, G. Fograscher

Dr. Thomas Beyer, stellv. Vorsitzender der BayernSPD und Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, beim politischen Aschermittwoch in Asbach-Bäumenheim

(Artikel von Josef Hörmann)

Im voll besetzten Saal des Unterwirtes konnte Thorsten Kelichhaus Vertreter fast aller SPD-Ortsvereine und die „zukünftigen Bürgermeister“ von Wemding Hans Rosskopf und von Asbach-Bäumenheim Hans Huber begrüßen. Nach Grußworten von MdB Gabriele Fograscher und Unterbezirksvorsitzender Ursula Straka stellte Hans Huber fest, er sei noch recht locker, während der Bürgermeisterkandidat der CSU anscheinend zunehmend unsicherer werde. Das bewiesen auch die überdimensionalen Plakate. Ihn erinnere das an die Geschichte von David und Goliath, wobei er den Gegner nicht erlegen, sondern wie Davids Sohn Salomon weise herrschen möchte. Bei seinen Hausbesuchen erfahre er viel Zustimmung. Die Bürger erwarten endlich Taten und haben genug von den Streitigkeiten. Genau darum sei er der richtige Kandidat. Der Hauptredner des Abends, Dr. Thomas Beyer, stellvertretender Vorsitzender der Bayern SPD und Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Bayern stellte fest, dass in Passau der Funke nicht übergesprungen wäre. „Günther Beckstein ist zwar am Ziel seiner Träume, jedoch am Ende seiner Kräfte“. Der Lack sei ab und in der Staatsregierung geschehe nichts. Auch beim Rauchverbot habe Beckstein herumlaviert und so konnte Georg Schmidt das schärfste Rauchverbot in Deutschland durchbringen. „Wenn Georg Schmidt der starke Mann der CSU ist, wie weit ist es dann mit dieser Partei gekommen?“, fragte er. Sein Hauptanliegen, die Gerechtigkeit, sei bei der CSU zum reinen Wahlslogan verkommen. Die SPD stehe seit 140 Jahren für soziale Gerechtigkeit. Die Schere zwischen Reich und Arm gehe auch in Bayern immer weiter auseinander. Bildung sei die einzige Chance aus der Armut herauszukommen und gerade hier verweigere die CSU den Armen den Zugang. Das falsche Schulsystem bewirke, dass 2 Milliarden für private Nachhilfe ausgegeben werde, die frühe Selektion bevorzuge Oberschichtkinder und die Studiengebühren benachteiligten wieder die weniger betuchten. Ein weiteres Thema war der Mindestlohn. „Wer den ganzen Tag arbeitet, muss davon leben können.“ Es sei doch nicht nachzuvollziehen, dass der Staat, also wir, Arbeitgebern, die unter Mindestlohn zahlen, einen Wettbewerbsvorteil verschaffe und die schlecht bezahlten Arbeiter vom Staat dann Zuschüsse bekämen. Gerecht wäre, Vollbeschäftigung für alle, Mindestlöhne, Schulabschluss und Ausbildungsplatz für jedes Kind und keine Kinderarmut. Außerdem müssten sich die Alten eine gute Pflege leisten können. Dies seien Forderungen der SPD, die in unserem reichen Land, wenn man es wolle, auch durchführbar wären.