Vize-Präsidentin will vor Ort gute Taten aufzeigen

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DZ vom 02.06.2007

Stippvisite: Gestern besuchte die SPD-Politikerin Dr. Susanne Kastner die Industriegemeinde Bäumenheim

Bundestagspräsident Norbert Lammer (CDU) kennen nicht unbedingt viele. Dr. Susanne Kastner (SPD), die Vizepräsidentin, noch weniger. Gestern nun machte die 60-jährige Fränkin auf Einladung des SPD-Ortsvereins in der Industriegemeinde Bäumenheim ihre Aufwartung.
Dort empfing sie Bürgermeister Otto Uhl im Rathaus. Er stellte die Industriegemeinde mit ihren vielfältigen Facetten dar und berichtete von einem zwölfprozentigen Ausländeranteil mit mehreren Dutzend Nationalitäten ("eine Besonderheit"). Im Beisein seiner beiden Stellvertreter Andreas Haupt und Ludwig Schneider rühmte Uhl die Einrichtungen der Kommune, "bedingt durch eine gute Steuerausstattung".
Dr. Kastner nutzte die Gelegenheit, um launig, aber bestimmt darauf hinzuweisen, dass es die Sozialdemokraten gewesen wären, die den Kommunen die Gewerbesteuereinnahmen gerettet hätten. "Die Union wollte sie abschaffen." Der Bürgermeister überreichte ein Heimatbuch ("Sie können darin lesen, wenn Sie spätabends von Terminen zurückkehren") und bat um einen Eintrag ins Gästebuch.

"Gerne bei der Basis"

Ehe es zu einem Gespräch mit Vertretern des Jugendzentrums, Repräsentanten von Schülervertretungen, Elternbeiräten sowie Erziehern und Lehrern ging, begrüßte SPD-Ortsvorsitzender Christian Scholz die Parlamentarierin sowie deren Bundestagskollegin Gabriele Fograscher und SPD-Unterbezirksvorsitzende Ursula Straka zu einem Pressegespräch. Dabei betonte Dr. Kastner, dass sie sehr gerne "ganz an die Basis" gehe, um vor Ort zu erfahren, wie sich Gesetze auswirken und wie die Arbeit des Parlaments gesehen werde.
"Wir als Bundespolitiker müssen aufzeigen, was wir Sozialdemokraten für die Kommunen Gutes tun", untermauerte Dr. Kastner den Hintergrund für ihren Besuch. Gerade im Hinblick auf die Kommunalwahlen im kommenden Frühjahr sei dies wichtig.
Gleichzeitig brach sie eine Lanze für eine "bessere Bildungs- und Schulpolitik" in Bayern. Die Staatsregierung lasse die Gemeinden in diesen Bereichen vielfach allein, bürde ihnen Kosten für Leistungen auf, die eigentlich vom Freistaat zu tragen wären. Die SPD werde auch künfitg für "gleiche Bildungschancen für alle" eintreten.